Montag, 29. Oktober 2007

Zombie

Hallöle!

Wieder sind zwei Tage des Erholens vorbei, schauen wir mal, was ich alles nicht geschafft habe.
Mein persönliches Golgotha besteht noch, immerhin habe ich Fläche freigeschaufelt, um den Aushub ablegen zu können.
Da die Wunde an der Flanke von Sammy sich zu schliessen beginnt, brauchte es den Besuch in der Tierklinik nicht.
Einkaufen - keine Milch und keinen Eistee gekauft (und ja, immer nur Wasser trinken mag zwar gesund sein, ist aber langweilig).

Dafür habe ich einiges im Spiel geschafft, war mit meiner Kleinen draussen und hatte von Samstag auf Sonntag noch Übernachtungsbesuch. Juhu.
Es fällt mir immer wieder schwer, wenn zwei Kinder die Holztreppe vom ersten Stock (da ist das Kinderzimmer) bis in den Keller (da steht mein Rechner) runter trampeln, dabei flüstern und kichern und dann mit einem lauten "Buuuuuuh" hinter mir losschreien, noch erschrocken zu tun. Wenn ich erschrecke, dann muss ich weitere Übergriffe über mich ergehen lassen, wenn ich nicht erschrecke, dann ziehen die Kinder ne Schnute und sind eingeschnappt. Nun ja, meine Tochter hat es mit dem Anschleichen überhaupt nicht - da fehlt ihr einfach das Feingefühl und die Grazie.

Ach, ich hab Samstag nacht mal Hellgate: London angespielt (Demo ist ja draussen) und es gefällt mir sehr gut. Als Blademaster war es weniger prickelnd, wenn die Biester direkt vor mir stehen, aber als Marksman schön auf die Ferne alles niederballen was sich bewegt - hat was, doch. Nur hätte ich nicht nachts, übermüdet damit anfangen sollen - da war Gänsehaut programmiert, die sich am nächsten Nachmittag nicht mehr zeigte. Aber der Fluch der besseren Grafik ist das auch solche Wesen sehr realistisch ausschauen und ich das Spiel nicht starten sollte, wenn meine Kleine zuschaut.

Ich glaube, ich brauch mal ne Abwechslung zu den vorherrschenden fröhlich-bunten Heile-Welt-Spielen.
The Witcher war leider nix, ich hoffe nun auf Assasin's Creed oder Age of Conan. Wobei letzteres wohl derbe entschärft wurde.

Freitag, 26. Oktober 2007

Sprudliger Vampir

Hallöle!

Ende des Monats heisst bei den meisten Kommen des Geldes. Geht mir nicht anders.
Ich war gestern mit meiner Tochter shoppen.

Ein Tipp für euch: vermeidet es, euer Kind mitzunehmen, wenn ihr shoppen gehen wollt.
Ihr werdet es bereuen.

Erstmal haben wir uns gestärkt: Happymeal und Maxi-Menü Chicken McNuggets.

Merke: (Shoppen+Kind)*Hunger=Endzeitstimmung.
Dann rein in den Konsumtempel.

Hier mal schauen und dort mal stöbern - es macht schon Laune.
Und schon das erste entdeckt: Schuhe.
"Mamaaa, ich brauch doch neue Schuhe!" Ich weiss, sonst wäre ich nicht hier.
Durch die Regale geschlendert, da meine Tochter bereits Schuhgrösse 38/39 hat, kommen durchaus Damenschuhe in Frage.
"Mama, ich hab Schuhe gefunden, die mir passen und auch gefallen! Schau mal!"
Na,dann schau ich mal.
Eins muss man ihr lassen: ihr Geschmack entwickelt sich so langsam. Die Stiefel sind schwarz, ohne Schnick-Schnack, elegant und - aus Leder. Der Preis: 89,95 Euro.
"Maus, die gehen Dir bis zum Hintern! Das sind Damenstiefel."
Diese Aussage muss doch widerlegt werden. Ok, sie gehen nicht bis zum Hintern, aber bis zur Kniekehle.
"Mamaaaa, die tun beim Laufen weh!"
Na so ein Glück.
Wir haben dann noch passende Schuhe bekommen, aus wasserabweisenden Material und schön anzuschauen, das kauft man als Mutter doch gerne. Und auch mein Geldbeutel hat sich gefreut.
Dann mal weiter. Man findet ja viel in so grossen Läden, wie zum Beispiel die Schreibwarenabteilung.
"Mamaaaa, ich brauch einen neuen Kleber und neue Stifte: rot, orange, blau!"
Nagut, bevor mein Kind die Stifte ihrer Klassenkameraden weiter foltert (manchmal habe ich den Eindruck sie malt nicht, sondern tötet das Blatt, damit es nicht wegläuft), haben wir die Sachen auch gekauft.
Dann die nächste Station: die Haushaltswarenabteilung.
Mein persönliches Eldorado.
Wir hatten auch einen Auftrag: eine Sprudelmaschine suchen.
Und mal sehen, wieviel die kostet.
Nach einigem Herumirren sind wir fündig geworden. Ist ja gar nicht mal so teuer. Wenn ich es hochrechne, kann ich für den Anschaffungspreis zwei Kartons HohesC kaufen. Also uns zwei Wochen mit Getränken versorgen.
Dann noch schnell Lebensmittel besorgt und zur Kasse.
Endlich draussen.
"Mamaaa, wo ist mein Kostüm?" Mist.
Also wieder in den Laden. Die Taschen ins Service-Center gebracht, dann erneut in die Menge gestürzt.
Da der Hort entschieden hat, alle Kinder als Vampire zur Jalloween-Party kommen zu lassen, ist die Qual der Wahl schon mal weg. Umhang und Zähne, mehr braucht ein Kinder-Vampir für eine Stunde nicht.
Tjaaaa... leider kein Gebiss mehr da. Das einzige was ich gefunden habe, ist in einem Pack. Zusammen mit einem Ring, Schminke und Kunstblut. Uha, das wird bestimmt teurer als die erwarteten drei Euro für ein Gebiss.
Dann der Umhang. Die für Kinder waren schon weg, welch ein Wunder.
Die Umhänge für Erwachsene sehen schon irgendwie - lang aus.
Mein Hinweis: "Die sind zu lang, der schleift bei Dir am Boden!" wurde widerlegt. Himmel, warum muss das Kind auch so gross sein?
Wir haben uns für einen entschieden, dann ab zur Kasse.
AchDumeineGüte, 40 Euro für einmal verkleiden. Seufz.
Dann endlich nach Hause. Es ist bereits halb neun und ich bin fertig mit der Welt.
Die Sachen schnell verstaut und dann die Sprudel-Maschine aufgebaut.
Das kurze Lesen des Handbuchs wurde doch etwas erschwert durch Rufe wie: "So gehört das rein!" und "Mamaaaa, ich weiss, wie es geht!"
Dann die Premiere, die erste Flasche Wasser!
Klappt ganz gut, ein bisserl wenig Sprudel drin.
Nächste Flasche, "Aber diesmal Cola-Mix!", gut, machen wir das.
Das Konzentrat aufgeschraubt und kurz geschnuppert: uääääh, das trink ich nicht.
Etwas davon ins Wasser gefüllt, riecht immer noch so schauderhaft.
Ein Test meiner Tochter: "Mamaaa, da musst Du weniger Geschmack reintun, so schmeckt das nicht!"
Gut, das nächste Mal.

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Schreck im Dunklen

Hallöle!

So, der erste Tag ohne Mann ist angebrochen, eigentlich fühle ich mich wie immer, das ist gut so.

Was war gestern abend noch alles los? Ich war noch einkaufen, hab dann meinen tollen Tischspüler angeworfen und musste mit dem Hund raus.
Es war gegen acht Uhr, also schon richtig dunkel.
Hat geregnet, so stand ich mit meinem fröhlich-gelben Schirm rum und hab meinen Hund beim schnüffeln zugesehen.
Nach einer Weile lief uns ein Mann hinterher.
Gut, das ist nicht verwunderlich, der Gehweg in einem Wohngebiet wird von mehr Leuten genutzt.
Da ich nicht so einen kleinen "Wie-das-ist-keine-Katze"-Hund habe, sondern einen ordentlichen Hund, kann mich verfolgen wer will. Da hab ich keine Angst.
Wir folgten dann dem Wiesenstreifen und bogen nach rechts ab. Kaum war ich fünf Schritte gegangen, als ein lauter Schrei, in Richtung Kampfgerüll, ertönte.
Das war kein Kind, dass war ein Mann.
Mei, hat es mich gerissen. Mit sowas rechnet man doch nicht!
Sammy liess sich davon nicht beeindrucken, er beschnüffelte seelenruhig ein paar Blätter.
Anscheinend war keine Gefahr in dem Schrei, sonst hätte er zumindest mal geschaut, was da los ist.
So ist unser Hund: neugierig und harmoniesüchtig. Er hasst es wie die Pest, wenn Leute sich streiten. Da schiebt er sich gleich dazwischen und will durch Spielen oder Streicheln die Gemüter beruhigen.
Da erinnere ich mich an eine Szene, die vor ein paar Jahren passiert ist.
Ich war in meinem Urlaub mit Sammy draussen, es war kurz nach mittags, Schulschluss.
Eine Gruppe Jugendlicher hatte sich auf dem Gehweg versammelt. Ein hitziger Wortwechsel herrschte vor, als wir in Hörweite der Gruppe kamen.
Einer der Jungs wurde beschimpft und geschubst.
Sowas mag ich zwar auch nicht, aber solche Kabbeleien lässt man die Jugendlichen lieber unter sich ausmachen. Und die Vorstellung, dass sich der Zorn der Anwesenden auf mich richtet, hat meine Courage schnell verschwinden lassen.
Doch nicht bei unserem Hund.
Er wollte partout nicht mehr weitergehen, sondern hat die Leute beobachtet.
Wie er rausgefunden hatte, wer da in Problemen steckt, hat er mich dahingezogen und sich vor den Jungen gesetzt.
Ein lautes "Wuff" war das Zeichen, dass er auf diesen Jungen nun aufpasst.
Die Mimik der Jugendlichen zu beobachten war sehr interessant. Von überlegen (cool) zu unsicher bis ichwillweghier.
Sogar der Junge, dem Sammy dadurch half, machte ein sehr ängstliches Gesicht.
Die Gruppe ist rasch zerfallen und die jungen Leute gingen eigene Wege.
Sammy widmete sich dann auch wieder dem nächsten Baum, der Junge kam nochmal näher und meinte, dass er wahnsinnige Angst vor Hunden habe, da er mal gebissen worden war.
Tja, das riecht mein Hund halt nicht, er beschützt nur die Leute die Angst haben.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Zuversicht

Kennt ihr auch die Zeiten, wenn man sich auf etwas neues einlässt und gespannt in die Zukunft blickt?

Ich bin gerade in solch einer Phase. Einerseits freue ich mich auf die Änderung in meinem Leben, andererseits denkt man sich, ob nicht das Alte es noch ein Weilchen getan hätte.Eher nicht, sonst hätte man ja nicht nach Veränderung gestrebt.

So im Rückblick gibt es viele Menschen, die mich einen Teil meines Weges begleitet haben, manche kreuzen ihn immer wieder und andere verlieren sich in der Vergangenheit.
Manchmal denke ich, wenn ich die oder die Person nicht hier und da getroffen hätte - wie wäre es weitergegangen?Was wäre mein Weg gewesen? Besser, schlechter?
Auf alle Fälle anders.

Es gibt Entscheidungen und Dinge in meinem Leben, die ich bereue. Diese liegen aber allein in meiner Verantwortung und ich schiebe mittlerweile niemand anders mehr die Schuld zu. Mein Freund und ich haben schon so manche Krise gemeistert, und es ging immer wieder aufwärts.

Ich weiss noch, wie ich schwanger war und mit mir gehadert habe. Die schlimme Fehlgeburt im Hinterkopf, die Statistik vor Augen und doch irgendwie Freude, ein Kind von meinem Freund zu erwarten. Allerdings war ich persönlich mal wieder soweit, den - in meinen Augen - leichtesten Weg zu gehen und das Kind nicht zu bekommen. Mein Freund hat mir dann so zugeredet, dass ich es doch ausgetragen habe.
Im Nachhinein bin ich froh, dass ich meine Tochter habe. Aber die Zeit nach der Geburt war hart für mich und meine Kleine. Ich beneide alle Mütter, die ihr Kind bekommen, weil sie es selbst von sich aus wollen und sehr glücklich sind, wenn sie den Zwerg in Armen halten.

Ich war es nicht.

Dafür freue ich mich im Moment auf unsere Plätzchen-Back-Stunden, meine Kleine ist da mit Feuereifer dabei, und dann das erfreute Gesicht meines Mannes, wenn er nach Hause kommt und Kekse naschen kann.
Nur auf den Duft im Haus von frisch gebackenen Zimtsternen muss er dieses Jahr wohl zum ersten Mal verzichten.
Dann lass das neue Leben mal ran.

Montag, 22. Oktober 2007

Warum ich?

Hallöle!

Mein Wochenende war eigentlich recht entspannt, doch ab gestern mittag war der Wurm drin.

Ich dachte mir, färbe ich meine Haare, hab ja noch ne Tönung da. Ab und an veränder ich gerne meine Haarfarbe, zu irgendwas müssen die Dinger ja taugen.
Also zwei Packungen Tönungscreme gründlich bis in die Spitzen einmassiert und habs einwirken lassen. Ca. ne halbe Stunde.
Dann ab in die Dusche, das Zeug ausspülen.
Ich hab erstmal fünf Minuten ausgespült, dann gewartet, dass das Wasser klar wird. Derweil mich gewaschen, dann wieder die Haare abgeduscht: immer noch farbiges Wasser. Hmpf.
Alles in allem habe ich fast 45 Minuten unter der Dusche gestanden, bis das Wasser wieder klarer wurde. Doch ich glaube, dass ich die Farbe fast komplett wieder rausgewaschen hab...

Ich bin dann recht früh ins Bett gegangen, da ich eh müde war.
Mitten in der Nacht habe ich das Gefühl, dass ausser dem Hund noch jemand neben meinem Bett steht.
Richtig.
"Mamaaaaa, der Sammy hat ins Haus gemacht." Iiiiih.
Ein Blick auf den Wecker: 3:48.
Gemurmelt: "Och nöööö..."
Umgedreht und gehofft, dass die Störung von alleine verschwindet.
Pech gehabt.
"Mamaaaaa, ich kann auch nicht mehr schlafen."
Ronf.
So, ich bin dann doch aufgestanden, habe erstmal sauber gemacht.
Dann wollte ich mich an meinen Rechner setzen: Pustekuchen.
Sammy winselte und drehte sich im Kreis. Er musste raus. Aaaargh.
So stand ich um 4:20 draussen, es war kalt, in der einen Hand die Leine mit dem Hund dran, an der anderen Hand hing meine Tochter.
Wenigstens war es wirklich nötig und ich habe eine weitere Verschmutzung unserer Wohnung verhindert.
In Gedanken hab ich überschlagen, wieviele der sieben Todsünden ich in der letzten Zeit begangen habe, weil ich so bestraft werde.
Ausser meinem persönlichen Golgotha (der Wäscheberg) ist mir nichts eingefallen.
Aber ich war auch noch nicht wach. Vielleicht kommt die grosse Rechnung erst noch.

Freitag, 19. Oktober 2007

Post-Frage

Hallöle!

Tja, die Tage ziehen dahin und ich schreibe nix.
Und warum? Weil mir nichts lustiges widerfahren ist. Aber muss ich immer lustig sein?
Ich hab mich entschlossen: nein.

Langsam wird es ernst. Mein Mann muss ab Mittwoch in Bonn werkeln, geplanterweise bis Weihnachten. Wie es aussieht kommt er nur noch am Wochenende heim, mal Donnerstag abend, mal Freitag nachmittag oder erst Freitag nachts.

Das bedeutet für mich eine umfangreiche Änderung meines Alltags.
Konnte ich bisher morgens oder abends den Hotline-Zeiten entsprechend da sein und mein Soll an Arbeitsstunden erfüllen, so rutsche ich nun ins Minus. Jeden Tag Zwei Stunden, 4 Tage die Woche (Freitag ist kürzere Schicht, da fehlt nur ne halbe Stunde).
Hinzu kommen die folgenden Nachmittage, wenn Weihnachtsfeiern anstehen und ähnliches.
Freie Nachmittage habe ich demnach die nächsten Jahre nicht.

Ich lasse alles auf mich zukommen, dass ich mich um Kind und Hund kümmer ist ja nichts neues, ich bin eher gespannt wie es sich auf unsere Beziehung auswirkt.
Eher positiv, da man die gemeinsame Zeit intensiver nutzt? Oder negativ, da man sich nur am Wochenende sieht?
Keine Bange - ich halte euch auf dem Laufenden.

Und ausserdem ist mein Blog eine gute Möglichkeit, meinen Mann von den täglichen Miseren zu erzählen.
Oh weia, wie klingt das denn: "Mama, ich will Papa was erzählen!" "Hier, schreibs in meinen Blog, das liest er dann heute abend, wenn er nicht mehr arbeiten muss."
Hm, da eröffnen sich ja ganz neue Perspektiven!

Wundert euch also in Zukunft nicht, wenn in meinen Posts Sätze stehen wie: am Dienstag um 5 ist Laternenumzug, Papa wird erwartet!

Das sind nur Nachrichten. Ehrlich.

Montag, 15. Oktober 2007

Übernachtung

Hallöle!

Für mich ist ein entspanntes und doch stressiges Wochenende vorbei.

Am Samstag hatte meine Tochter Übernachtungsbesuch, man ist ja kein Unmensch und will ihr diese Freude nicht vorenthalten.
Es sind schon zwei Kinder tagsüber manchmal schwer zu ertragen, wenn es dann abends wird und die eigentliche Schlafzeit überschritten wurde, dann wird es unsäglich schwer.
So völlig aufgedrehte Kids durchs Haus rennen zu sehen hat auch unserem Hund missfallen.
Ab zehn Uhr habe ich den Tätigkeitsschwerpunkt ins Kinderzimmer verlegt, dadurch kam unser Hund zu seinem Abend-Nickerchen.
Weil um zwei immer noch Halli-Galli im oberen Stockwerk war, ist mein Mann mal rauf und hat ein Machtwort gesprochen, zehn Minuten später haben die Kinder (Wir sind aber noch nicht müde!) dann fest geschlafen.
Ich glaube, die Kinder sind dann um sieben wieder aufgestanden und haben sich an meinem Computer vergnügt - ob sie den Text von den englischen Videos ihrer Top-Zeichentrickfolgen wirklich verstanden haben, lasse ich mal dahingestellt. Aber laut war es.
Da ich bis mittags geschlafen habe (meinen Mann sei Dank), war ich abends erst spät müde und dementsprechend schwer fiel mir das Aufstehen heute.

Freitag, 12. Oktober 2007

Ekel-Zeit

Hallöle!

Heute, ja, heute muss ich mich mal über unsere Kaffeeküche auslassen.

Ihr kennt es bestimmt: sobald sich mehr als drei Leute einen Raum teilen, in dem viel geputzt werden muss, dann ist plötzlich keiner mehr zuständig.
Kaffeetassen werden einfach in die Spüle gestellt und nicht in die Spülmaschine, verschüttete Milch oder Kaffee oder Kakao trocknet ja von alleine und das bisschen Zucker auf der Arbeitsplatte verdunstet bestimmt auch.
Genauso die Kaffeemaschine, aeh, der Kaffeevollautomat.
Geschäumte Milch kleckert mal aus der Tasse, lassen wir sie auf der Maschine, die weissen Spuren schauen doch neckisch aus.

Da gibt es nur ein Wort: widerlich!

Ich bin unter anderem für die Bewirtung unserer Kunden/Gäste zuständig.
Wenn ich dann in die Küche sause um ein Glas Wasser zu holen, und mich erst durch einen Berg dreckiger Tassen arbeiten muss, damit ich das Glas nochmal abspülen kann - ne, oder?
Ich find das einfach eklig, seit einer ehemaligen Firma (Standort wurde aufgelöst) nutze ich auch den Kühlschrank nicht mehr.
Ich weiss warum.
Was ich da schon an Zivilisationen rausgezogen und blindwütig neues Leben vernichtet habe, indem ich vergammelte Essenspackungen weggeworfen habe - ich bin ein Massenmörder!
Und auch noch stolz drauf.
Wenn der Kühlschrank mich sauber anblitzt und ich mich dann freue: Gut gemacht!

Es gibt bei uns auch Küchendienst, pro Woche werden da zwei Mädels eingeteilt, die die Küche in Ordnung halten sollen. Leider gibt es viele, die sich weigern und einfach nichts machen.
Wenn man diese dann darauf anspricht werden so Kommentare wie: "Ich putze doch nicht anderen hinterher! Wieso immer ich? Hab ich gar nicht gewusst!" wahllos in den Raum geworfen.
Und bleiben an den Zuckerresten kleben.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Weihnachts-Wahn

Hallöle!

Ja, ihr lest richtig, das Wort Weihnachten steht da oben.
Obwohl erst Oktober ist.

Traditionsgemäss kommt mit der Wiesn Lebkuchen und Pfeffernüsse in die Regale der Supermärkte.
Gestern habe ich aber schon eine riesige Aktionsfläche bewundern dürfen, auf der von Halloween bis Weihnachten alles abgedeckt ist.
Da stehen gefüllte Lebkuchen-Herzen neben Papierskeletten, die Christstollen kuscheln mit Schoko-Kürbissen und einfache Spekulatius-Kekse versuchen sich gegen Zwei-Tafeln-Schokolade-mit-Halloween-Bastelbild-Packungen durchzusetzen.
Herrjemine.

Hab vor ein paar Tagen meine Tochter nach ihren Weihnachtswünschen gefragt: als erfahrener Elternteil prüft man mehrmals die Wünsche, je nach Werbe-Angebot variieren diese tagesweise.
Ihre Antwort: Ich wünsche mir mehr Freunde und dass ich immer fröhlich bin.

Das wirft doch Sorgenfalten auf meine Stirn. Sie hat momentan nur einen Schulfreund, der sie auch besuchen kommt, allerdings ist sie wohl letzte Wahl. Sobald ihn ein anderes Kind einlädt, lässt er sie links liegen.
Wie es aussieht definiert sich ihre Freundschaft über Konsolenspiele. Solange ein Spiel interessant ist, ist er jeden Tag (auch Wochenende) bei uns, dazwischen macht er sich wieder rar.

Ich werde meiner Kleinen zu Weihnachten eine Jahresmitgliedschaft im Sportverein in der Nähe holen, sie wünscht sich auch schon seit Jahren an einem Karate-Kurs teilnehmen zu können - vielleicht lässt sich da was machen.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Kinder, Kinder...

Am Sonntag abend wurde ich überrascht. Meine Tochter war über Nacht bei einem Schulfreund gewesen und den ganzen Sonntag über fit.
Doch dann klagte sie erst über Kopfweh. Ich hielt es für eine Macke, die sie gerne anwendet, wenn ihr langweilig ist. Sie saß bei mir und hat mit mir gekuschelt.
Ich wollte was am Computer machen, hatte mich mit mehren verarbredet.
Dann jammerte sie, dass ihr Ohr wehtut.
Anstatt, dass ich gleich alles abgebrochen habe, und mich um meine Kleine gekümmert habe, liess ich etwas Zeit verstreichen, da ich an eine Reizung dachte, die gleich weggeht.
Leider war es nicht so und ich musste von meinem Mann mit deutlichen Worten von der Kiste weggebracht werden.

Manchmal verstehe ich mich selber nicht. Da ist auf alle Fälle Potential, wo ich noch an mir arbeiten muss.

Gestern hatte mein Mann seinen ersten Arbeitstag in der neuen Firma.Das Ganze beginnt mit einem allg. Kurs, was ja nicht ungewöhnlich ist.
Was mich wundert sind die Kurszeiten. Er fängt um neun Uhr an (eh schon schwer für meinen Holden so früh Input zu bekommen) und geht bis... tja. Wenn sie früh aufhören - wie gestern - dann nur bis 20:30.
Das ist doch Wahnsinn!
Mein Mann erzählte, dass die anderen Teilnehmer teilweise schon länger dabei sind und zu berichten wussten, dass der Kurs auch mal bis Mitternacht dauert.
Desweiteren sei es normal, dass man als Consultant nur alle 2-3 Monate mal zwei Tage am Stück zu Hause sei.
Das hat auch meinen Holden zum Grübeln gebracht. Er meinte, sooo dringend suche er nun auch wieder keinen Job, dass er dafür sein Privatleben aufgeben würde.
Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Der Rechner

Hallöle!

Ich habe es getan. Ein grosses Loch in meinen Geldbeutel gerissen, aber nun habe ich endlich, endlich einen neuen Rechner.

Ihr wisst gar nicht, wie sehr mich das freut!

Allerdings lief es nicht ganz so wie geplant.
Am Dienstag zum Computerhändler, die Hardware abholen.
Bis auf die HDD lag alles bereit. Ein kurzer Check im System über den Verbleib der Platte: "Ah, das ist ein Auslaufmodell und kriegen wir nicht mehr rein."
Na, und jetzt? Kurze Suche, guter Fund: "Für drei Euro mehr hab ich ne ähnliche Platte da."
Nagut, ich will meinen Rechner und die drei Euro machen mich auch nicht mehr arm.
Alles eingepackt und nach Hause.
Mein Mann stand schon bereit: "Muss ich den jetzt zusammenbauen?"
Heftiges Nicken meinerseits. Also liess er seufzend seine gerade laufende Schlacht auf Pause.
Ich hab ihn beobachtet, sonst lernt man ja nix.
Verhängnisvolle Frage: "Kann ich Dir was helfen?"
Prompte Antwort: "Ja, geh zur Tanke und hol mir Tabak."
Hmpf.
Zusammen mit meiner Tochter hab ich dann einen Spaziergang zur Tankstelle gemacht, noch eine Rolle Mentos fruit eingekauft, Belohnung fürs schrauben muss sein.
Zu Hause die Katastrophe: das Hauptkabel vom Netzteil ist zu kurz. Das einzige Kabel, was man nicht verlängern darf.
Wut, Enttäuschung schlägt hoch. Wortlos gehe ich nach dem Kommentar: "Gibt keinen Rechner für Dich" nach oben ins Wohnzimmer. Ein paar Zornestränen aus den Augenwinkeln drücken (hab ich schon erzählt, dass ich nah am Wasser gebaut bin?)
Nach einer Weile kam mein Mann rauf und blafft mich an: "Was soll denn die Nummer? Einfach beleidigt gehen, als ob ich was dafür könnte."
Nun jaaaa... indirekt schon. Er hat meinen Rechner beim bestellen der Teile nicht aufgemacht, da wäre das kurze Kabel aufgefallen. Und da er mir einen Zalman-Kühler für die CPU gekauft hat, den er schon kennt, müsste er wissen, dass das Ding so gross ist. Eigentlich.
Er hat dann aus dem rumstehenden Rechner einer Freundin ein Netzteil ausgebaut, dessen Kabel ist länger. Um einiges.
Irgendwie schon lieb von ihm, er meinte dann auch, wäre das sein Rechner gewesen, hätte er das Netzteil auch ausgebaut.
Muss heute halt ein neues besorgen, damit der andere Rechner wieder komplett wird.
Dann die HDD eingebaut: "Das ist ja keine Sata, da hättest Du Deine alte behalten können."
Egal, ich hab sie nun. Schneller als meine alte IDE wird sie auf alle Fälle sein.
Zum Glück kann ich meinen Rechner selber installieren, da war ich nicht mehr auf seine Hilfe angewiesen.
Hab dann alle Treiber und so drauf, dann konnte ich endlich EQ2 wieder installieren.
Also mit so einem schnellen Rechner macht das Laune, ehrlich!
Hab dann das Launchpad gestartet und siehe da: nach dem Scan verbleibende Zeit der Aktualisierung: 3:12:45.
Uack.
Doch so lange.
Also bin ich erstmal schlafen gegangen.

Dafür bin ich am Mittwoch vor sechs wachgeworden und konnte so richtig schön spielen. Hach.

Ich bin glücklich.

Montag, 1. Oktober 2007

Herbst-Zeit

Hallöle!

Ein neuer Tag, eine neue Woche - und mir geht es prima.
Die Rekreationszeit hat mir sichtlich gut getan.

Doch was mich noch mehr freut: es wird Herbst!
Zumindest die Bäume lassen ihre Blätter fallen, ob dies im Rahmen des Gruppenzwangs passiert oder ihre Frustration über den nicht passierten Sommer ausdrücken soll - sei dahingestellt.

Die Blätter segeln nach unten, glitzern noch einmal in der Sonne und landen auf meiner Terrasse.

Ein Ärgernis und Anlass zur Freude.

Ärgernis für mich, da ich alles zusammenfegen und wegschaffen darf, bevor sich die Blätterdecke in einen unappetitlichen Haufen faulende Bio-Masse verwandelt.

Freude für meinen Hund und meine Tochter.

Kaum habe ich einen ordentlichen Haufen zusammengekehrt, rennt entweder der Hund durch und schiebt seine Schnauze durch die Blätter, weil darunter was versteckt sein könnte - oder - meine Tochter kommt mit Schwung durch die Küche gerannt und springt hinein.

Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche: ich darf wieder fegen, Hund oder Tochter schauen mich erwartungsvoll an und warten auf ein Lob von mir.
Wenn es ausbleibt, dann wird eine Schnute gezogen bzw. der Schwanz hängen gelassen.

Ich freu mich ja für die beiden, echt!
Was ich nicht so ganz toll finde ist die Tatsache, dass bei den stürmischen Blätterspielen ein Gutteil in die Küche fliegt - und sich von dort in affenartiger Geschwindigkeit bis ins Treppenhaus ausbreitet.
Da darf ich täglich fegen, hab ja sonst nichts zu tun.

Jetzt fehlen nur noch die ordentlichen Winde, dann kann ich mit meiner Tochter wieder Drachen fliegen lassen - ein Spass für sie und ihre Freunde.