Hallöle!
Na, hattet ihr auch ein entspanntes Wochenende?
Ich hab es mir gut gehen lassen.
Leider ist sowohl der Besuch auf dem Mittelaltermarkt ausgefallen als auch der Filmabend.
Aber ich habe das schöne Wetter genutzt und war draussen.
Auf dem Spielplatz zu sein ist meistens langweilig. Da meine Tochter schon selbstständig ist, muss ich nicht mehr mit Schaufel und Eimer bewaffnet in der Sandkiste sitzen und Burgen bauen.Ich kann gemütlich auf einer Bank Stellung beziehen und die Kinder beobachten - und deren Mütter.
Es ist immer wieder amüsant, die unterschiedlichen Werte und Erziehungsmethoden aufeinander prallen zu sehen.
Folgendes Szenario: die Kinder rutschen ohne grössere Probleme. Es herrscht normale, ausgelassene Stimmung.
Da trübt ein Schrei die Idylle: "Mamaaaaa, der da hat mich angespuckt!"
Oha. Das sieht nach Drama aus, die Aufmerksamkeit der anwesenden Erziehungsberechtigten wendet sich dem Schreihals und seiner Mutter zu.
Diese muss das abprüfen und folgt zusammen mit ihrem Sohn dem Aggressor bis an die Rutsche.
Dort kommt dann die knappe Zurechtweisung: "Du da! Spucken tut man nicht!"
Der Angeklagte zuckt mit den Schultern: "Wenn er Arschloch zu mir sagt, spuck ich!"
Da erhebt sich die Mutter des Spuckers.
Die Mutter des Beschimpfers zetert gleich los: "Was ist das denn für eine Erziehung, dass man sein Kind spucken lässt? Das ist asozial!"
Uh, uh. Das Drama nähert sich seinem Höhepunkt.Das Wort asozial auf dem Spieplatz fallen zu lassen ist immer schlecht.
Die Mutter des Spuckers springt gleich darauf an: "Ach, und andere Kinder als Arschloch zu bezeichnen ist nicht asozial?"
Daraufhin erhebt sich allgemeines Gemurmel, es wird zwischen den anwesenden Eltern diskutiert, die meisten finden das Spucken schlimmer als das Schimpfwort.
Die Mütter an sich kommen zu keinem endgültigen Ergebnis, während sie sich noch ankeifen, spielen die beiden Jungs gemeinsam Fangen.
Montag, 24. September 2007
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